Axonal lesions and waltzing syndrome after IDPN administration in rats

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2016
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Abstract
1. Der primäre Angriffspunkt der IDPN ist der marklose oder markarme proximale Axonabschnitt der Riesenneuronen des retikulären Systems des Hirnstammes, der Kerne des N. statoacusticus (VIII), der Vorderhörner des Rückenmarks und — zu einem geringeren Grad — einiger Hirnnervenkerne. 2. Die Verteilung der schwersten Schäden deckt sich annähernd mit der Verteilung der Neurone, bei denen der Enzymtransport von der axonalen Strömung abhängig ist. 3. Durch IDPN erzeugte Schattenzellen („ghost-cells”), die bisher als Reste untergehender Neuronen gedeutet wurden, sind tatsächlich geschwollene Ursprungsabschnitte der Axone („Ballons”) mit angehäuften partikulären Bestandteilen. 4. Die zunehmende Anhäufung von Axoplasmabestandteilen nahe den Perikarya wird als Zeichen einer „primären Axostasis” aufgefaßt und nicht als Ergebnis einer Blockierung in der Höhe der Foramina intervertebralia. 5. Die fortgesetzte Produktion von Axoplasma, für die die Größe der „Ballons” spricht, deutet darauf hin, daß das Perikaryon noch funktionstüchtig ist. 6. Bemerkenswert ist das zeitliche Zusammenfallen der ersten klinischen Syndrome mit den ersten histologischen Veränderungen. 7. Der Begriff der „Axostasis” wird vorgeschlagen und diskutiert. „Axostasis” ist wahrscheinlich der für das „Tanz-Syndrom” („waltzing syndrome”) verantwortliche pathogene Prozeß. Die Bedeutung dieses Syndroms in Beziehung zu den retikulären Neuronen des Hirnstammes wird hervorgehoben. Der primäre Angriffspunkt der IDPN ist der marklose oder markarme proximale Axonabschnitt der Riesenneuronen des retikulären Systems des Hirnstammes, der Kerne des N. statoacusticus (VIII), der Vorderhörner des Rückenmarks und — zu einem geringeren Grad — einiger Hirnnervenkerne. Die Verteilung der schwersten Schäden deckt sich annähernd mit der Verteilung der Neurone, bei denen der Enzymtransport von der axonalen Strömung abhängig ist. Durch IDPN erzeugte Schattenzellen („ghost-cells”), die bisher als Reste untergehender Neuronen gedeutet wurden, sind tatsächlich geschwollene Ursprungsabschnitte der Axone („Ballons”) mit angehäuften partikulären Bestandteilen. Die zunehmende Anhäufung von Axoplasmabestandteilen nahe den Perikarya wird als Zeichen einer „primären Axostasis” aufgefaßt und nicht als Ergebnis einer Blockierung in der Höhe der Foramina intervertebralia. Die fortgesetzte Produktion von Axoplasma, für die die Größe der „Ballons” spricht, deutet darauf hin, daß das Perikaryon noch funktionstüchtig ist. Bemerkenswert ist das zeitliche Zusammenfallen der ersten klinischen Syndrome mit den ersten histologischen Veränderungen. Der Begriff der „Axostasis” wird vorgeschlagen und diskutiert. „Axostasis” ist wahrscheinlich der für das „Tanz-Syndrom” („waltzing syndrome”) verantwortliche pathogene Prozeß. Die Bedeutung dieses Syndroms in Beziehung zu den retikulären Neuronen des Hirnstammes wird hervorgehoben.
Reference Key
chou2016actaaxonal Use this key to autocite in the manuscript while using SciMatic Manuscript Manager or Thesis Manager
Authors Shi-Ming Chou;Henrik A. Hartmann;Shi-Ming Chou;Henrik A. Hartmann;
Journal acta neuropathologica
Year 2016
DOI
doi:10.1007/BF00688453
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